Rhönklub Zweigverein Lahrbach e.V.
Rhönklub Zweigverein Lahrbach e.V.

Aktivitäten

Jugendarbeiten

 

Hallo liebe Rhönklub Freunde,

 

seit unserer letzten Hauptversammlung im April 2019 haben wir mit Julien Reichelt einen Jugendsprecher. Julien wird zum Pfarrfest am Sonntag, 25.08., das Spielemobil betreuen.  Am Sonntag, dem 22. September, findet in Tann der Kindertag statt. Der Rhönklub Lahrbach wird mit einem Stand vertreten sein. Interessierte Kinder können unter der Anleitung von Julien Sterne aus Holz basteln. 

Kulturveranstaltung

 

Franken - sind das nur unsere Nachbarn, ist das nur unsere Nachbarregion - oder verbindet uns doch mehr mit Franken ?

 

Das war die Frage, die Kulturwart R. Huf mit seinem Vortrag am Samstag, 04.02. 2017, im Rahmen eines Kulturabends in unserem Vereinsheim „Gänskutte“ einem interessierten Kreis von Wanderfreunden und Gästen mit einem Streifzug durch die Geschichte, angefangen von der Römerzeit in Germanien bis in das 19. Jahrhundert hinein zu beantworten versuchte.

 

Die Franken (sinngemäß die "Mutigen, Kühnen“) waren einer der germanischen Großstämme.Sie formierten sich im zweiten/dritten Jahrhundert im Umfeld des von den Römern besetzten Teils Germaniens durch mehrere Kleinstämme. Ihr Ursprung lag vermutlich südlich des Mündungsgebiets des Rheins in der Nordsee. Von dort expandierten die so genannten Rheinfranken Richtung Süden über den Rhein in das Moselgebiet und auch den Main aufwärts gen Osten. In einer römischen Straßenkarte aus der Mitte des 4. Jahrhunderts war bereits “ Francia" (das Land der Franken) auf der rechten Rheinseite ausdrücklich verzeichnet.


Der Merowinger Chlodwig I. vereinigte Ende des 5. / Anfang des 6. Jahrhunderts erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.


Aus der Teilung des fränkischen Reiches im Jahre 843 ging das Ostfrankenreich als östliches Teilreich und frühmittelalterlicher Vorläufer des Heiligen Römischen Reiches hervor.
Im Mittelalter bildete Franken, gelegen zwischen den rheinischen Territorien des Reiches und dem Königreich Böhmen, eines der Zentren des Reiches überhaupt.
Im Jahr 1500 wurde das Heilige Römische Reich Deutscher Nation in sechs Reichskreise eingeteilt, die die Bezeichnung erhielten, die ihrer geographischen Lage entsprachen - so tauchte 1522 der Name „Fränkischer Reichskreis" erstmals auf.
Die Auflösung der Reichskreise Anfang des 19. Jahrhunderts hatte eine Aufteilung Frankens an Napoleons deutsche Vasallen zur Folge. Der größte Teil Frankens fiel im Laufe der folgenden Jahre an das neu erschaffene Königreich Bayern.

 

Wie sich anhand alter Karten nachvollziehen ließ, gehörte das Ulstertal seit jeher zu jenem Ostfrankenreich und dem späteren Fränkischen Reichskreis - wenn auch am Rande des Reichskreises liegend, so war es doch immer ein Teil davon. Über viele Jahrzehnte hinweg war Lahrbach auch dem Fürstbistum Würzburg zugehörig - hier sei nur an Fürstbischof Julius Echter erinnert, der im Rahmen der Gegenreformation die alte Lahrbacher Pfarrkirche erbaute, die dem hl. Johannes der Täufer geweiht ist. Mit der Auflösung der Reichskreise gelangte Lahrbach - als Teil Frankens - mit zu Bayern. Sichtbare Zeugnisse dessen sind heute noch die Stundensteine, die sich entlang der B 278 finden und alte Grenzsteine in den Wäldern, so auch im Auersberg, die als Aufschrift die Kürzel "KW" (Königlicher Wald) oder "KB" (Königreich Bayern) tragen.


Im Anschluss an den Deutschen Krieg 1866 musste das unterlegene Bayern schließlich das Ulstertal an Preußen abtreten - aus dem bayerischen Bezirksamt Gersfeld wurde der preußische Kreis Gersfeld, der Teil der neuen Provinz Hessen-Nassau wurde.

 

Die Zugehörigkeit zu Fanken wird nicht zuletzt auch durch die im Ulstertal gesprochene Mundart, das "Rhöner Platt ", deutlich, das sich in zwei voneinander abzugrenzende Sprachgebiete teilt. Die Grenze verläuft durch die gesamte Rhön von Süd-West nach Nord-Ost und grenzt den mainfränkischen Teil, zu dem das obere Ulstertal zählt, von dem osthessischen Teil ab.

 

Somit kann festgestellt werden: Franken sind nicht nur unsere Nachbarn, Franken ist nicht nur eine Nachbarregion - wir und unser Ulstertal zählen dazu. 

 

FRISCH AUF Euer Raymund

Nachtwanderung bei Vollmond

 

Nachtwanderung bei Vollmond am 11. Februar 2017

 

Wie jedes Jahr hat im Februar unser Wanderjahr mit Alfred`s Nachtwanderung bei Vollmond begonnen. Bei Frost und auf zum Teil schnee- und eisbedecktem Wanderweg ging es nach Simmershausen mit Einkehr im Landgasthof Münchhausen.

 

Treffpunkt war 18:00 Uhr am Dorfbrunnen am Lindenplatz in Lahrbach. Zu unserer freudigen Überraschung gab es eine ungewöhnlich hohe Teilnehmerzahl von 27 Wanderern, die der Witterung entsprechend dick verpackt den Mond jagen und in`s neue Wanderjahr 2017 starten wollten. Gut gelaunt und mit guten Sprüchen drauf machten wir uns Richtung Hohlweg auf den Weg. Nach einer kurzen Rast am Kreuz und gut gestärkt ging es dann weiter bergauf den Simmershäusener Weg entlang in Richtung Simmershausen. Es war gut, dass einige Wanderer Taschenlampen dabei hatten, da es doch vereinzelte im Dunkeln schwer erkennbare vereiste, rutschige Stellen gab. Mit dem Wetter hatten wir Glück, es war nicht übermäßig kalt und nicht wie gewohnt windig. Nach der Hälfte der Strecke hat sich uns dann auch endlich der Vollmond gezeigt und der Wandergruppe ein wunderbares, stimmungsvolles abendliches Landschaftsbild präsentiert.

 

Gegen 19:00 Uhr sind wir in Simmershausen beim Landgasthof Münschhausen angekommen und freuten uns auf eine warme Stube bei einem guten Gläschen gegen den Durst und einem zum Teil deftigen Imbiss zur Stärkung für den Rückweg. Das für Simmershausen obligatorische Glas Wermuth hat natürlich auch nicht gefehlt.

Um 21:30 Uhr hat sich der zurücklaufende Teil wieder auf den Rückweg nach Lahrbach gemacht. Der Rest wurde abgeholt oder hatte das Auto vorher nach Simmershausen gebracht.

Der besondere Reiz auf dem Rückweg waren die von Alfred mitgebrachten Fackeln, deren Feuer in Verbindung mit dem Mondlicht dem Ganzen eine wunderbare Atmosphäre bei zudem guter Unterhaltung verschaffte.

Gegen 22:30 Uhr waren wir wieder in Lahrbach. Nach einer kurzen Stärkung und Worten des Abschieds konnten wir die Erinnerung an einen schönen gelungenen Abend mit nach Hause nehmen.

 

Der Verlauf unseres ersten Wanderausfluges 2017, sei es in Bezug auf die Teilnehmerzahl oder die Stimmung insgesamt, kann uns für das laufende Jahr nur Gutes hoffen lassen.

 

FRISCH AUF Euer Jost

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